Vorurteil und nichts Besonderes

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Gut, nachdem einem bestimmten Kinofilm war jede Frau begeistert von SM. Plötzlich wollte jede den Arsch versohlt kriegen. Im Prinzip war das ja ganz in meinem Sinne. Aber dieses weitverbreitete „Blümchen-SM-Syndrom“ war letztendlich nicht mehr zu ertragen. Egal wo, oder wie ich eine Frau kennenlernte, grundsätzlich alle hielten sich für devot. Doch mir war nicht nach zärtlichem Umwickeln der Handgelenke mit einem rosa Seidenschal und Fesseln ans romantische Prinzessinnenbett, auch nicht nach sanftem Streicheln und liebevollem Tätscheln mit einer Peitsche aus Federn.

Gut, da war Anna, eine große Blondine mit kessem Kurzhaarschnitt alla Brigitte Nielsen. Finnin mit großer Oberweite. Sie fauchte wie eine Raubkatze, wehrte sich und biss sogar kurz vor dem Orgasmus. Dann Olga, Weißrussin, klein mit grünen Augen und langen schwarzen Haaren. Sie stöhnte die schönsten Kompositionen und liebte es von hinten genommen zu werden. Und Isi, Französin, braune Augen und Haare, unterm Strich nichts Besonderes. Sie hielt sich aber für die allergeilste Sexgöttin des Universums. Ich pflegte immer mehrere Eisen im Feuer zu haben. Da ich geschäftlich viel zwischen unseren drei Filialen hin und her reisen musste. Die Bedingungen waren optimal.

Gut, der Sex war echt o.k.. Suboptimal war aber die Tatsache, dass keine von meinen drei Aktuellen mich vollkommen befriedigen konnte. Es blieb immer noch ein kleiner Resthunger nach mehr. Wie bei einem Stück Torte, man ist eigentlich satt, will aber dennoch mehr. Ich konnte ja schlecht sagen. „Hey Baby, heute will ich dich mit 20 Peitschenhieben bestrafen und diesmal nehmen wir nicht die mit den Federn“.

Samstagmorgen war ich bei Isi. Ich zog mich an. Gerade als ich meinen Hosengürtel festzog, wollte Isi an mir vorbei und blieb an meinem Ellenbogen hängen. Ihr halber Kaffee schwappte über mich. Sie entschuldigte sich hastig und sagte irgendwas von einem Hemd, das sie noch von mir hätte. „Besser wär’s, sonst … „, rief ich hinterher. Sie blieb stehen, drehte sich langsam um. „Sonst was?“ Mir fiel nichts Besseres ein, außer: „Sonst versohl‘ ich dir mit dem Gürtel deinen süßen Arsch.“ Sie lachte laut los: „Du? Niemals!“ Ich fühlte mich bloßgestellt und Wut überkam mich. „Wetten, das doch.“ Sie kam näher und schaute herablassend und provokativ zugleich. Sie drehte sich mit ihrer Rückseite zu mir. Den Oberkörper vornüberneigend zog sie ihren Slip herunter. Und blieb gebückt vor mir stehen. Gefühlt eine Ewigkeit. Scheiße, die wollte das wirklich, schoss mir durch den Kopf. Ich holte aus. Nicht so fest, dachte ich, sonst zeigt die mich noch an. Sie richtete sich auf, schaute mir tief in die Augen: „Du kannst mit mir machen, was auch immer du möchtest. Ich gehöre vollständig dir. Aber unter einer Bedingung: Du erfüllst mir nur einen einzigen Wunsch, gleichgültig welchen.“ „Jeden nur erdenklichen“, antwortete ich wie in Trance. Ich befahl: „Auf die Knie, Hundestellung.“ Sie gehorchte.

Ich ging um sie herum. Ihr nackter Arsch mit dem leichten Striemen von vorhin erregte mich, wie noch nie etwas zuvor. Ich schlug zu. Ich zählte laut mit: „1, 2, 3, 4, 5.“ Von Mal zu Mal stöhnte sie lustvoller. „Beine breit.“ Sie spreizte ihre Schenkel und drückte ihren Rücken ins Hohlkreuz. Ich sah ihre Vulva. Prall und nass, es lief ihr an den Innenschenkel herunter. Es war eine Einladung. Ich schlug wieder zu. Zwei Mal auf ihre Höhle. Sie schrie auf, nicht vor Schmerz. Nein, vor Geilheit. Sie öffnete sie nahezu. „Steh auf“. Sie schwitzte am ganzen Körper, ich auch. Ich konnte nicht mehr. Ich packte sie an den Haaren, drückte sie auf die Küchentheke und nahm sie von hinten. Zwei Stöße. Ich kam wie noch nie. Ich sackte zu Boden, sie auch.

Wir lagen beide etwas zerstört auf dem Küchenboden. Sie grinste: „Du warst toll!“ „Wie, ich war toll? Hättest du nicht früher was von deiner Vorliebe sagen können?“ „Wie denn? Hätt‘ ich sagen sollen: Hey Baby, heute will ich mit 20 Peitschenhieben bestraft werden.“ Naja, da hatte sie wohl recht.

Das nächste Wochenende war eigentlich Anna dran. Ich fuhr zu Isi. Diese Frau eröffnete mir neue Horizonte. Als ich sie sah, löste das pures Glück aus. Ich nahm sie hoch und wirbelte sie durch die Luft. Eng umschlungen fragte ich selbstsicher: „Was mache ich heute mit dir?“ Sie löste sich aus meinen Armen. „Weißt du noch dein Versprechen? Mein Wunsch und so weiter?“ Ich ahnte nichts Gutes. Kleinlaut gab ich zu: „Ja.“

„Warte.“, sagte sie und verschwand im Schlafzimmer. Ich ging schnell in die Küche und trank noch schnell einen Whisky, um mir Mut anzutrinken. Wie gesagt, ich ahnte nichts Gutes. Sie hatte sich umgezogen. Komplett in schwarzen Lack. Body, hohe Stiefel, Maske und … eine Peitsche. Mir wurde heiß und kalt zugleich. „Das ist jetzt nicht ihr Ernst“, dachte ich. Aber es war ihr bitterer Ernst und ich wollte kein Spielverderber sein.

Sie verband mir die Augen … und den Mund. Geradezu beiläufig streifte sie mich mit ihrer Peitsche. Ich hatte Angst. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich fing an zu schwitzen. Diese unheimliche Spannung, nicht zu wissen, was als Nächstes passiert. Ich sah nicht einmal etwas. Ich hörte nur ihre Schritte, wie sie sich entfernte. Ich wollte ihren Namen sagen, ging nicht. Mein Mund war verbunden. Ich wollte mir die Augenbinde runterreißen. „Lass es!“ fauchte sie. Zu meiner eigenen Verwunderung gehorchte ich. „Streck die Hand aus.“ Sie gab mir tatsächlich ein paar auf die Finger. Es tat nicht weh. Dieser absolute Kontrollverlust entspannte mich irgendwie. Zum ersten Mal war ich nicht unter Druck, ein guter Liebhaber zu sein. Ich ließ es einfach geschehen. Sie befahl, sie ließ mich zappeln, sie schlug auch. Es war geil. Sie ließ mich nicht ran. Ich wollte mir selbst an den Schwanz fassen. Doch sie schlug mir jedes Mal auf die Finger. Ich hielt es nicht mehr aus. „Leck mir die Beine.“ Sie nahm mir den Mundverband ab. Ich leckte ihre Stiefel. Ich kam immer näher zu ihrer verdammten Votze, atmete immer heftiger, schwitzte mittlerweile Blut, bis … ich kam.

Oh doch, sie war etwas ganz Besonderes.

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